Wanderhindernis für Fische im Beutelsbach beim Reiterhof Schnait beseitigt

28. September 2026 | Naturschutz

Das Wehr ist weg - Fische können wieder wandern

Was lange währt, wird endlich gut…

Der Gewässerentwicklungsplan für den Beutelsbach/Schweizerbach stammt bereits aus den Jahren 2001/2002. Darin wurden zahlreiche Maßnahmen vorgeschlagen, um die ökologische Qualität des Gewässers zu verbessern. Die Betonglattrampen am Reiterhof Schnait waren darin ausdrücklich als Wanderhindernis für Fische und andere Gewässerorganismen benannt.

Für die Natur sind solche Hindernisse mehr als ein kleines Ärgernis. Fische brauchen durchgängige Gewässer, um beispielsweise geeignete Laich- und Nahrungsplätze zu erreichen. Auch zahlreiche wirbellose Tiere sind auf durchgängige Gewässerstrukturen angewiesen. Wo Beton und Abstürze den Weg versperren, endet diese Wanderung abrupt.

Der BUND Weinstadt hatte deshalb bereits vor rund fünf Jahren die Stadtverwaltung auf das Problem aufmerksam gemacht. Pläne für die Beseitigung der Betonglattrampen wurden daraufhin erstellt - die Umsetzung schien greifbar.

Doch dann wurde aus einer kleinen Maßnahme ein komplizierter Vorgang: Zusätzliche und kostenintensive Gutachten wurden von Wasserbehörden gefordert. Die geplante Beseitigung des Hindernisses wurde daraufhin zunächst zurückgestellt.

Umso erfreulicher ist es, dass die Betonplatten nun tatsächlich entfernt werden konnten - und zwar ohne die ursprünglich geforderten Gutachten.

Damit ist der Weg frei: Die Durchgängigkeit des Beutelsbachs ist an dieser Stelle wiederhergestellt. Der Wasserlauf kann sich natürlicher entwickeln und Fische sowie andere Gewässerorganismen können den Beutelsbach von Schnait in Richtung Baach wieder ohne dieses Hindernis durchwandern.
 

Ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung

Die Maßnahme zeigt, dass Gewässerökologie nicht immer große und teure Projekte braucht. Manchmal reicht es, ein Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Der BUND Weinstadt begrüßt die Umsetzung ausdrücklich und bedankt sich bei der Stadtverwaltung für ihre Bemühungen und dafür, dass diese seit Jahren verfolgte Maßnahme nun realisiert werden konnte.

Was lange währt, wird endlich gut: Ein Stück Beton ist verschwunden – und ein Stück Natur hat wieder freie Bahn.
 

Für Kontakt und mehr Informationen: 
bund.weinstadt@bund.net

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